Mediterranes Klima und Vegetation am Mittelmeer

Hintergrundwissen für den mediterranen Garten

Vegetation im Mittelmeerraum und worauf du achten solltest

Wenn du einen mediterranen Garten anlegen möchtest, solltest du bei der Planung bereits bedenken, was genau das Klima von deinen Pflanzen erwartet und umgekehrt. Wie du wassersparend und mit viel weniger Aufwand eine echte mediterrane Vegetation anlegen kannst, erfährst du hier. Dein Garten wird dich mit prächtigen Pflanzen, langen Blütezeiten und viel Freizeit belohnen, wenn du mit ein wenig Hintergrundwissen über das mediterrane Klima und seine Eigenschaften in Bezug auf die Vegetation im Mittelmeerraum die Sache herangehst. Und genau das bekommst du jetzt.

INHALT

  • Herausforderungen des Mittelmeerklimas
  • Vorteile des mediterranen Klimas
  • Weniger Arbeit im mediterranen Garten
  •  Wasserknappheit und Erosion
  • Veränderungen der Vegetation im Mittelmeerraum durch den Menschen
  • Verlust der Wälder im Mittelmeerraum
  • Mediterrane Pflanzen und ihre Überlebenstaktik
  • Mediterrane Böden: Zusammensetzung, Pflege und Leben

Das mediterrane Klima ist nach dem Mittelmeer benannt und wird auch auch maßgeblich von diesem bestimmt. Es ist hauptsächlich durch heiße, trockene Sommer und milde Winter mit unterschiedlichen Niederschlagsmengen gekennzeichnet. Der Frühling ist in der Regel kurz, während der Herbst lang ist. Da die meisten Niederschläge in den kälteren Monaten des Jahres fallen, wird das Mittelmeerklima auch als Winterregenklima bezeichnet.

Das Moseltal, andere Weinregionen oder die Ufer des Bodensees sowie große Gebiete an den Küsten Englands, Irlands und Schottlands, die vom Golfstrom beeinflusst werden, haben ebenfalls ein Klima, das dem mediterranen Klima sehr nahe kommt.

Herausforderungen des Mittelmeerklimas für den Garten 

Viele Menschen denken, das mediterrane Klima sei einfach nur wärmer und sonniger als das kontinentale Klima. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Zu den wichtigsten Unterschieden für deinen Garten gehören die Sommerruhe und die Winterblüte. Auch der Beginn des Wachstums im Herbst statt im Frühjahr ist ein wesentlicher Unterschied.

Wer das berücksichtigt, kann sich in den milden, sonnigen Wintern an vielen Blüten und ausgiebigem Wachstum erfreuen. Denn der Winter ist hier die aktivste Jahreszeit für den Gärtner!
Im mediterranen Klima ist die für Pflanzen ungünstige Jahreszeit relativ kurz. Die Sommertrockenheit und die daraus resultierende Ruhephase der Pflanzen dauert vielleicht ein Vierteljahr. In kontinentalen Gärten hingegen ist die ungünstige Jahreszeit, der Winter, lang und frustrierend, weil du deinen Garten monatelang nur durch die Fenster genießen kannst.

mediterranes klima und vegetation am Mittelmeer

Vorteile des mediterranen Klimas

Das mediterrane Klima bietet viele Vorteile wie den Winterregen. Während des Winters wachsen viele mediterrane Pflanzen monatelang. Sie bereiten sich auf den trockenen Sommer vor, während dem sie dem Boden Schatten spenden. Viele sind immergrün, was den Winter am Mittelmeer zu einer sehr lebendigen Jahreszeit macht – ganz im Gegensatz zum Grau in Mitteleuropa.

In einem gut angelegten mediterranen Garten gibt es keine „tote Jahreszeit“. Die Feuchtigkeit durch den Winterregen reicht meist für das ganze Jahr, wenn die Pflanzen richtig gewählt wurden. Das mediterrane Klima bringt eine große Vielfalt an einheimischen Pflanzen hervor, so dass du keine importierten Pflanzen verwenden musst.

Weniger Arbeit im mediterranen Garten

Gartenarbeit im mediterranen Klima ist im Grunde einfach: Überlasse deine Pflanzen dem Winterregen! Der Trick besteht darin, trockenheitsresistente einheimische Pflanzen zu pflanzen, die an den Winterregen angepasst sind, um dir diese Arbeit abzunehmen und deinen Garten mit kostenlosem Wasser zu versorgen! Wenn du zu Beginn (!) des Herbstes pflanzt, saugen deine neuen Gewächse den Winterregen auf und wachsen gut.

Trockenheitsresistente Gartenpflanzen, die im gleichen Gebiet auch wild wachsen, benötigen keinerlei Pestizide oder sonstige Pflanzenschutzmittel. Dein Garten ist gleichzeitig üppig und extrem pflegeleicht! Wenn du diese Vorzüge gut nutzt, sparst du außerdem nicht ganz unerhebliche Ausgaben für Wasser, Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel und viel Arbeit!

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Herausforderungen des mediterranen Klimas für den Garten

Der Gartenbau im mediterranen Klima bietet viele Vorteile. Es bietet lange, heiße und sonnige Sommer und kurze, kühle und regnerische Winter, die perfekt für den Anbau von Lebensmitteln sind. Aber es bringt auch einige Herausforderungen mit sich. Im Sommer wachsen die Pflanzen aufgrund der starken Sonneneinstrahlung, der hohen Lichtintensität und der langen Trockenperioden nur langsam.

Aus diesem Grund ruhen die mediterranen Pflanzen im Sommer. Sie wachsen erst wieder, wenn im Herbst die ersten Regenfälle fallen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten wirkt sich der Wind im mediterranen Klima oft negativ aus. Heiße, trockene Winde aus Trockengebieten (z. B. der Schirokko aus der Sahara) senken die Luftfeuchtigkeit und trocknen das empfindliche Pflanzengewebe aus (einheimische Harthölzer vertragen sie besser).

Wind, Wasserknappheit und Erosion

Der Seewind hat mitunter eine schädliche Wirkung: Er trägt Salzwassertröpfchen mit sich, die besonders zarte Frühlingstriebe schädigen. Aber der Wind hat auch eine positive Wirkung: Er macht die Pflanzen stärker, so dass sie besser gegen Dürreperioden oder die Last einer Schneedecke gewappnet sind. Wer einen Garten anlegen will, muss also von Anfang an an den Windschutz denken!

Es gibt viele Orte, an denen das Wasser immer knapper wird. Um die Jahrhundertwende kamen smaragdgrüne Rasenflächen in Mode. Alle Pflanzen wurden bewässert, ob es nun nötig war oder nicht. Englische Gärten mit Rasen und Rosen oder neu eingeführten tropischen Bäumen dienten beispielsweise als Vorbild für die ersten Gärten an der Riviera.

Es sind inzwischen viele Pflanzen, die als „exotisch“ gelten in mediterranen Gärten vertreten. Sie waren und sind jedoch nicht besonders gut an das mediterrane Klima angepasst. Mit viel Arbeit und Wasser wurden prächtige Gärten angelegt. Das hat viele Menschen zu der Überzeugung gebracht, dass es notwendig ist, die Pflanzen jeden Tag zu gießen. Doch weder Wasser noch Arbeit sind heute unbegrenzt verfügbar. Da das Bevölkerungswachstum und die veränderten Lebensgewohnheiten zu einem starken Anstieg des Wasserverbrauchs geführt haben, steigen auch die Wasserpreise und die natürlichen Ressourcen werden weniger. Umso wichtiger ist es, wassersparend zu gärtnern.

Veränderungen der Vegetation im Mittelmeerraum durch den Menschen

Der Mittelmeerraum ist durch zerstörerische Eingriffe des Menschen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Früher hatten die Menschen größere Wälder, die ihnen Schutz vor dem Wetter, aber auch vor Piraten boten. Die meisten dieser Wälder sind heute verschwunden.
Heute leiden Menschen und das Klima überall unter der Zerstörung der Wälder und anderer Vegetationsarten, die das Land fruchtbar machen. Im Mittelmeeraum sind teilweise weniger als 5% der ursprünglichen Vegetation erhalten geblieben, der fruchtbare Boden wird dadurch von Wind und Wasser fortgetragen und geht verloren.

Verlust der Wälder im Mittelmeerraum

Der Bau neuer Gärten wird den Verlust alter Wälder, die geschützt werden müssen, nicht ausgleichen. Wir können den Verlust alter Wälder nur vermeiden, wenn wir aufhören, sie abzuholzen, und stattdessen Bäume und Pflanzen einsetzen, die resistenter gegen Erosion sind und nicht zuletzt auch gegen die verheerenden Waldbrände, die oftmals durch die ausgetrocknete Vegetation beschleunigt oder erst ermöglicht erden.
Wer schon einmal einen Waldbrand gesehen haben, weiß, wie zerstörerisch er sein kann. Er wird von den Menschen genutzt, um den Wald zu roden, das Pflanzenwachstum anzuregen oder die Produktivität von Weiden zu erhöhen (er setzt Nährstoffe frei, die mit der Asche in den Boden gelangen). Andererseits kann er dichte Wälder oder einzigartige Nadelwälder in degradierte Landschaften verwandeln, die von kurzlebigen Unkräutern besiedelt werden und besonders erosionsgefährdet sind.

Waldbrand Mittelmeer

Einheimische Pflanzen und ihre Mechanismen zum Schutz vor der Trockenheit

Pflanzenwurzeln nehmen Wasser auf, das dann als feinste Regentropfen an den Boden abgegeben wird. Dieses von den Pflanzen aufgenommene und später wieder abgegebene Wasser ist sehr wichtig für das Leben auf unserem Planeten und ist auch für die Bildung von Regenwolken von großer Bedeutung. Wasser macht mindestens 90 % des Gewichts einer Pflanze aus und spielt eine sehr wichtige Rolle in ihrem Stoffwechsel. Er transportiert die von den Wurzeln aufgenommenen Nährstoffe zu den oberen Teilen der Pflanze. Die dort gebildeten Zucker werden in umgekehrter Richtung zu den Wurzeln transportiert (Saftstrom).

Die Aufwärtsbewegung des Wassers setzt voraus, dass das Wasser in der Pflanze verdunstet und als Wasserdampf über die Spaltöffnungen abgegeben wird (Transpiration). Bei Wasserstress wird mehr Wasser transpiriert, als von den Wurzeln aufgenommen wird; wassersparende Pflanzen schließen nun ihre Türen. Wüstenpflanzen transpirieren besonders wenig. Da durch die geschlossenen Spaltöffnungen kein CO2 in die Pflanzen eindringen kann, können die Pflanzen nur in sehr geringem Maße transpirieren. Und sie reduzieren ihre Wasserabgabe auf ein Minimum. Das lässt sie in der Wüste wachsen, wo es trocken und kalt, aber nicht heiß ist.
Kohlendioxid gelangt durch Tausende von winzigen Spaltöffnungen in die Blätter, die normalerweise nur tagsüber geöffnet sind. Dort, in den grünen Blattzellen, wird aus dem Kohlendioxid und dem aus dem Boden aufgenommenen Kohlenstoff Zucker erzeugt, der alle nicht-grünen Teile der Pflanze ernährt. Für die Photosynthese werden Chlorophyll, der grüne Blattfarbstoff, und Energie aus dem Sonnenlicht benötigt.

Wenn Pflanzen während einer langen Irockenzeit nur wenig Wasser aufnehmen können, ist ihre Zuckerbildung begrenzt und sie müssen von ihren Reserven leben. Bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Lichtintensität ist die Verdunstung aus dem Boden erhöht und die Pflanzen transpirieren mehr (Evapotranspiration). Pflanzen der gemäßigten Klimazonen brauchen viel Wasser, um ihre Oberfläche zu kühlen.Durch die Einschränkung der Transpiration steht überhaupt kein Wasser zur Verfügung. Es ist kein Wunder, dass sich diese Art so gut an ihre Umwelt anpassen kann. Die Überlebensstrategien sind ausgeklügelt.

Die Trockentoleranz wird stark von der Qualität des Bodens und dem Mikroklima beeinflusst und variiert je nach Standort und Pflanzenart. Da Wassermangel eine ständige Belastung darstellt, bleibt das jährliche Wachstum trockenheitstoleranter Pflanzen gering. Sie ähneln sich in Größe und Form und weisen oft einen kompakten, polsterartigen Wuchs auf. Nehmen wir die Eiche: Sie ist in der Regel nicht sehr hoch, der Stamm und die Äste sind massiv und speichern Wasser unter ihrem dichten Blätterdach. Das dichte Blätterdach der Steineiche schützt den Unterwuchs vor dem grellen Licht.

In der Natur haben die meisten mediterranen Pflanzen harte, dicke und oft stechende Blätter. Diese Pflanzen begrenzen ihren Wasserverlust durch verschiedene aktive und passive Mechanismen. Zu den aktiven Mechanismen gehören das Schließen der Spaltöffnungen und das Versenken der Spaltöffnungen in windgeschützten Spalten der Epidermis. Zu den letzteren gehört eine dicke Kutikula, die von einer lichtreflektierenden Wachsschicht begleitet wird. Immergrüne Pflanzen sind die einzigen Pflanzen, die im Winter Photosynthese betreiben können. Sie sparen eine Menge Wasser, Nährstoffe und Energie, weil sie in den kalten Monaten keinen Zucker produzieren müssen.

Mediterraner Boden: Zusammensetzung, Leben und Pflege

Es gibt drei Haupttypen von Böden. Der erste Typ ist der Sandboden, der leicht ist und leicht gebrochen werden kann. Außerdem ist er locker und porös. Lehmige Böden sind viel kompakter und haben eine harte Kruste. Schließlich gibt es noch den felsigen Boden, der sehr hart und voller Steine ist. Wir haben viele sandige Böden. Wir befinden uns in der Nähe des Meeres und des Strandes, also müssen wir unseren Boden für ein besseres Wachstum vorbereiten. Sand, Ton und Sandstein, wir haben sie alle hier. Aber wir bevorzugen Sand, weil er sich leicht bearbeiten lässt. Sandige Böden sind leicht zu bearbeiten und erwärmen sich schnell. Sie sind nicht so gut für die Bodenstruktur und besonders anfällig für Winderosion. Wenn man dem Boden mehr Humus, Mulch und Lehm hinzufügt, können sie mehr Wasser speichern. Die Pflanzen lieben Humus und Lehm, da sie dadurch mehr Feuchtigkeit im Boden halten können.

Lehmböden bestehen aus kleinen Schluffen, weisen beim Austrocknen in der Regel tiefe Risse auf, und ihr geringer Luft- und Wassergehalt wirkt sich ungünstig auf die Bodenorganismen aus, aber der in der Regel hohe Mineralgehalt fördert ein gesundes Pflanzenwachstum. Sie sind schwer zu bearbeiten und erwärmen sich nur langsam, aber sie werden durch die Zugabe von organischem Material (Kompost, Mulch) verbessert, das anziehend wirkt. Die Eigenschaften von Lehmböden liegen in der Mitte. Sie sind ideal für den Anbau von Kräutern, da sie Wasser, Luft und Nährstoffe speichern. Sie können gemulcht und kompostiert werden, um ihre nützlichen Eigenschaften zu erhalten.

Bodenleben

Die oberste Schicht des Bodens ist nur wenige Zentimeter dick. Darunter befinden sich verrottende organische Materialien und der Boden selbst. Würmer und Insekten sorgen für den größten Teil der Nahrung. Dies ist der aktivste Bereich.
Der Regenwurm, der bevorzugt in der obersten Schicht des Bodens lebt, zeigt die wichtige Funktion der Bodenorganismen. Sie sind in allen Bodenschichten zu finden und tragen so zur Wasserspeicherung und Durchlüftung des Bodens bei. Regenwürmer sind besonders nützlich, weil sie dem Boden jedes Jahr frisches organisches Material zuführen. Die Regenwurmlösung enthält mehr Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium als der umgebende Boden, aber nicht so viel wie die Humusschicht. Die zweite Schicht wird als Humusschicht bezeichnet. Hier finden sich Pflanzenreste und abgestorbene Leichen sowie verwittertes Gestein.
Unter der Humusschicht treffen die Wurzeln auf die dritte, mineralische Schicht. Diese Schicht ist oft sehr tief und wird mit zunehmender Bodentiefe immer weniger belebt. Hier versorgt das Gestein die Pflanzen mit nahrhaften Wurzeln und gespeichertem Wasser. Weiter unten befindet sich festes Gestein. Im Mittelmeerraum liegt das Gestein, das eigentlich in der Tiefe liegen müsste, jedoch nur dünn an der Oberfläche.
Der kluge Gärtner betrachtet Humus als etwas, das die Pflanzen wachsen lässt und sie gesund erhält, und er sollte die im Humus lebenden Mikroorganismen fördern, damit sie zur Verbesserung des Bodens beitragen und die Pflanzen kostenlos düngen. Tragen wir unseren Teil dazu bei, indem wir dafür sorgen, dass unsere Wälder ausreichend totes Laub haben.

Der Boden ist dunkel, gut durchlüftet und gesund. Die winzigen Organismen und anderen Lebewesen in ihm zersetzen das Laub und tote Dinge, um den Boden fruchtbarer zu machen. Wenn Düngemittel hinzugefügt werden, werden sie getötet und der Boden wird unfruchtbar. Böden, die durch Wasser aus Niederschlägen oder Oberflächenabfluss gespeist werden, nennt man „permanente“ oder „immergrüne“ Böden. Sie speichern Nährstoffe und Wasser über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ohne zusätzlichen Eintrag. Wenn wir sie aber wieder zum Wachsen bringen wollen, müssen wir sie „düngen“, indem wir organische Stoffe und Nährstoffe zuführen.

Bodenpflege

Der Boden unter einem mediterranen Wald ist sehr dünn. Er besteht nur aus einem leichten Unterboden, der durch Regenfälle und Winderosion ständig degradiert wird. Organische Stoffe sind vorhanden, machen aber selten 5 % des Bodenvolumens aus. Der Boden enthält Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Wenn er voller Lehm ist und keine Lufteinschlüsse hat, kann er nicht genug Wasser aufnehmen. Das führt dazu, dass die Oberfläche des Bodens trocken wird und Risse bekommt.

Wenn der Boden feucht ist, können die Wurzeln in die Tiefe gehen. Sie holen sich Wasser und Nährstoffe aus den tieferen Schichten und nutzen sie zum Wachsen.
Alkalische Böden erfordern sehr langsame und nährstoffarme Düngemittel, um eine Versauerung und einen hohen pH-Wert des Bodens zu verhindern. Die Ausbringung nährstoffreicher Düngemittel kann sogar zu einem Rückgang der Pflanzenproduktion führen. Organische Düngemittel fördern das Bodenleben und verbessern so den Stickstoffabbau. Dadurch können die Düngemittelkosten im Laufe der Zeit gesenkt werden. Wenn Ihr Boden einen Nährstoffmangel aufweist, ist es wichtig, dass Sie organische Düngemittel verwenden. Sie tragen dazu bei, den Nährstoffgehalt Ihres Bodens zu erhalten. Der beste organische Dünger ist jedoch Kompost, der viel Humus und Mikroorganismen enthält und dessen Stickstoff nur langsam ausgelaugt wird.

Der Kompostanteil sollte 5 % des Bodenvolumens betragen. Kompost ist der natürliche Weg für die Zersetzung von abgestorbenen Hautmaterialien. Dabei entstehen Temperaturen von bis zu 70°C, die Unkrautsamen abtöten. Eine Schaufel Kompost enthält mehr lebende Organismen als es Menschen auf der Erde gibt. Ein gut gefüllter, warmer und feuchter Komposthaufen. In einer kalten, verdichteten Schicht erfolgt die Zersetzung anaerob. Die Überreste der anfänglichen Zersetzer werden schleimig, und es entsteht eine übel riechende Masse. In einem Komposthaufen findet aerobe Zersetzung statt. Verschiedene Mikroorganismen ersetzen sich gegenseitig, und die Überreste der ursprünglichen Zersetzer reichern den Kompost weiter an.

mediterrane waldlandschaft

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